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Digitorial® zur Sonderausstellung

Hero Games

Die Ausstellung

Die sieben Missionen

Der Heldenmythos

Die sieben Heldinnen und Helden

Das Orakel von Delphi

#herogamesgallery

Quiz

Dein Besuch

Die Ausstellung ist interaktiv und als Spiel aufgebaut. Sie ist für Erwachsene jeglichen Alters geeignet. Wir rüsten dich mit einem Badge und einem Kopfhörer aus. Dann kann dein Abenteuer beginnen. Für Kinder empfehlen wir das Spiel ab 9 Jahren. Die Ausstellung ist nur teilweise barrierefrei und für Menschen mit eingeschränkter Hör- und Sehkraft nur bedingt spielbar.

Die Anzahl der Plätze ist beschränkt, buche deinen Platz im Voraus und bezahle dein Ticket vor Ort an der Museumskasse.

Game Master

Lust auf eine*n Game Master? Unsere Game Master motivieren und betreuen dich während deines Abenteuers und stehen für Fragen rund um die antike Mythologie zur Verfügung. Buche deine*n persönliche*n Game Master für dich oder deine Gruppe unter +41 (0)61 267 01 46 oder diesem Link.

Kosten: ab CHF 200

Angebote

Angebot für Senior*Innen

Golden Heroes

Für Menschen, die sich nicht zu alt für ein Abenteuer fühlen.
Geeignet für Personen ab 60 Jahren

An folgenden Dienstagen von 14 bis 16 Uhr: 30.09.25, 14.10.25, 11.11.25, 02.12.25, 27.01.26, 17.02.26, 24.03.26
CHF 34 pro Person, inkl. Museumseintritt, Betreuung durch eine*n Game Master und Kaffee und Kuchen

Reservation erforderlich unter +41 (0)61 267 01 60 oder diesem Link.

Angebot für Gruppen

After-work Heroes

Für Teams, die gemeinsam ein Abenteuer bestreiten möchten.
Buchbar ab 10 Personen, Preise gültig bis 20 Personen, Preise ab 21 Personen auf Anfrage.
Di–Fr ab 16.30 Uhr
Mit Apéro: ab CHF 34 pro Person inkl. Museumseintritt und Betreuung durch eine*n Game Master
Mit Apéro und 3-Gang-Menu: ab CHF 65 pro Person inkl. Museumseintritt und Betreuung durch eine*n Game Master

Reservation erforderlich unter +41 (0)61 267 01 60 oder diesem Link.

Workshop für Schulklassen

Mutig, tapfer und selbstlos

Wie heldenhaft sind wir?
Zunächst lernen die Schüler*innen in der Ausstellung ihre heldenhafte Seite kennen. Dann analysieren wir in Gruppen, wer unsere Held*innen sind, warum und ob wir sie brauchen und wie viel Heldenhaftes in uns selbst steckt. Jede Gruppe gestaltet ein Zine (kleine Broschüre) mit ihren Ansichten, Reflexionen oder Kurzgeschichten.

Das Gedankengut der Schüler*innen lassen wir direkt in HERO GAMES einfliessen, indem wir ihre Zines in der Ausstellung auslegen und allen Besucher*innen zugänglich machen.

2 Stunden, ab 4. Primarstufe
Di–Fr von 10 bis 12 Uhr
Gruppengrösse: max. 25 Personen
Kosten: Schulen BS/BL gratis, andere CHF 180

Anmeldung: +41 (0)61 267 01 40, Di-Fr vormittags oder unter diesem Link.

Wichtig! Wenn du die Ausstellung mit deiner Klasse eigenständig oder mit einem Game Master (Führung) besuchen möchtest, sende uns deine Anfrage bitte über dieses Formular. 

KULINARIK UND EVENTS

Bistro AMB

Während der Sonderausstellung ergänzen wir die Speisekarte mit von antiken Helden und Heldinnen inspirierten Gerichten. Vom Herakles-Gemüse bis zu Medeas magischem Zauberkuchen – stärke dich mit kräftigenden Speisen und geniesse die feinen Aromen Griechenlands.

Reservieren Sie Ihren Tisch hier.

KULTUR TRIFFT KULINARIK – UNSER K&K-ANGEBOT

Begib dich auf eine mythische Reise, tauche ein in ferne Welten und bestreite die legendärsten Abenteuer der Antike. Entdecke das Heldenhafte in dir und verbringe einen epischen Abend im Antikenmuseum Basel.

Zunächst stärkst du dich bei einem Apéro, dann erspielst du dir bei den HERO GAMES deinen persönlichen Heldenstatus und entspannst schliesslich bei einem heroischen Menu in unserem Bistro AMB.

CHF 65 inkl. Museumseintritt, Betreuung durch eine*n Game Master, 3-Gang-Menu und einem Glas Prosecco oder einem Bier

Die Veranstaltungsdaten findest du auf unserer Webseite. Eine Teilnahme ist nur auf Voranmeldung möglich: telefonisch unter +41 (0)61 267 01 46 oder unter diesem Link.

DEINE VERANSTALTUNG IM ANTIKENMUSEUM BASEL

Ob du eine private Feier oder einen Firmenanlass planst, das Antikenmuseum ist mit seinen Veranstaltungsräumen der ideale Ort, um besondere Momente zu erleben. Reserviere noch heute und überzeuge dich selbst von der einzigartigen Kombination aus kulinarischen Genüssen und einer einmaligen Atmosphäre!

Wir beraten dich gerne unter der Nummer +41 (0)61 267 01 60 oder sende deine Anfrage unter diesem Link.

Unser Museum

Öffnungszeiten

Montag geschlossen
Dienstag & Mittwoch: 11–17 Uhr
Donnerstag & Freitag: 11–22 Uhr
Samstag & Sonntag: 10–16 Uhr

Besondere Öffnungszeiten vor und während der Feiertage

Eintrittspreise

Erwachsene: CHF 22
Gruppen ab 4 Personen: CHF 20
Personen unter 20 J.: CHF 9
Personen in Ausbildung unter 30 J.: CHF 9
Kinder unter 13 J.: gratis
Museums-Pass-Musées und Schweizer Museumspass: gratis*

*Dies gilt nur für Einzeleintritte und nicht für Packages und Jubiläumsangebote, bei denen ein Eintritt inkludiert ist.

Adresse

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
St. Alban–Graben 5

CH-4010 Basel

+41 61 267 01 12
info (at) antikenmuseumbasel.ch
www.antikenmuseumbasel.ch

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Das Orakel von

Delphi

Das Orakel von Delphi spielte in der Antike nicht nur im realen Leben, sondern auch im Heldenmythos eine wichtige Rolle. Prophezeiungen bestimmten die Schicksale der Heldinnen und Helden. Auch unsere Besucher*innen gelangen am Ende ihrer Heldenreise nach Delphi und erhalten im Tempel des Apollon ihren persönlichen Orakelspruch.

Bild: Arthur – stock.adobe.com

Delphi – der Nabel der Welt

Dem Mythos zufolge liess der Göttervater Zeus einst zwei Adler vom östlichen und westlichen Ende der Weltscheibe hochfliegen, um den Mittelpunkt der Erde zu bestimmen. Die Adler trafen in Delphi zusammen und wiesen dadurch die Orakelstätte als Zentrum der Welt aus. Der Punkt des mythischen Adlertreffens markierte ein heiliger Stein, der sog. Omphalos («Nabel»). Er stand im Apollon-Tempel und kennzeichnete Delphi als spirituelles und geografisches Zentrum der Welt.

Dieser Omphalos ist dem originalen Kultstein nachempfunden, der sich im Allerheiligsten des Apollon-Tempels befand und mit einem Netzstoff aus Wolle umhüllt war. Hier ist der Wollstoff als Relief imitiert.

Omphalos aus Delphi, Marmor, 4. Jh. v. Chr. (?), Delphi, Archäologisches Museum
Bild: Chabe01/ Wikimedia Commons: Omphalos, Delphi

Von der Erde zum Licht – die mythische Gründung des Orakels von Delphi

Delphi liegt in der zentralgriechischen Landschaft Phokis, dem heutigen Fokida, in steiler Hanglage am Fusse des Parnass-Gebirges oberhalb des Golfes von Korinth. Die Erde ist seismisch hoch aktiv, ihren Tiefen entspringen zahlreiche Quellen. Erdbeben und Bergstürze sind keine Seltenheit.
In Delphi, so scheint es, offenbaren sich die Mächte der Erde und des Lichtes. Der kraftvolle Ort machte bereits in früher Zeit Eindruck auf die Menschen. Sie wählten ihn als Kultplatz der Urmutter, der gewaltigen Erdgöttin Gaia. Sie soll die erste Herrin des delphischen Orakels gewesen sein.

Bild: Holger Uwe Schmitt/ Wikimedia Commons: Delphi

Später übernahm Apollon, der strahlende Gott des Lichts, das Heiligtum der Erdmutter. Einer Mythenversion zufolge tötete er den Drachen Python, den Sohn der Gaia, der das Orakel seiner Mutter bewachte, und setzte sich selbst als Herrn über Delphi ein.

Durch den Fund von weiblichen Frauenidolen ist ab dem 13. Jh. v. Chr. die kultische Verehrung einer Erdgöttin in Delphi archäologisch nachweisbar.

Mykenische Idole aus Delphi, Ton, bemalt, 13. Jh. v. Chr., Delphi, Archäologisches Museum
Bild: Zde/Wikimedia Commons: Idole, Delphi

Funde von männlichen Statuetten, die als Darstellung des Apollon gedeutet werden, belegen, dass Delphi ab circa 800 v. Chr. eine Kultstätte dieses Gottes wird.

Statuette des Apollon aus Delphi, Bronze, um 620 v. Chr., Delphi, Archäologisches Museum
Bild: Zde/Wikimedia Commons: Apollon, Delphi

Apollon

Herrscher des Lichts und der Weissagung

Apollon war ein immer jugendlicher Gott mit vielen Facetten. Er war Gott der Heilung, der Künste und Musik. Sein Beiname Phoibos, der Leuchtende, weist ihn als Gott des reinen, himmlischen Lichts aus. Als Gott der Weissagung war er Herr über das Orakel von Delphi. Er nahm sich persönlichen Anliegen genauso an wie religiösen oder politischen Fragen und war Ratgeber in allen Lebenslagen. Seine Antworten waren jedoch immer mehrdeutig. Als Apollon Loxias, der «Krumme», erklärte er nichts, sondern deutete nur an. Die Interpretation des Orakelspruchs mussten die Fragenden selbst übernehmen.

Apollon ist als Gott der Musik ein begnadeter Kithara-Spieler. Hier hält er das antike Saiteninstrument in der linken Hand, in der rechten hält er eine Opferschale. Seine langen Lockenhaare ziert ein Kranz aus Lorbeer, die ihm heilige Pflanze.

Salbölgefäss (Lekythos) aus Athen, Ton, um 480 v. Chr., Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Inv. Lu 41

Als Kroisos, der König von Lydien, das Orakel befragte, ob er gegen die Perser in den Krieg ziehen solle,
lautete die Antwort:

«Wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein grosses Reich zerstören»

Kroisos freute sich, ging er doch davon aus, dass es das grosse Reich Persien sei, dass er zerstören würde. Er überquerte den Fluss Halys, der die Grenze zwischen Lydien und Persien bildete, und wurde von den Persern vernichtend geschlagen. Er hatte das Orakel falsch interpretiert: Es war sein eigenes Reich, das er mit der Überschreitung des Halys zerstörte.

Die Pythia

Das Sprachrohr Apollons

«Auf dem heiligen Dreifuss thronend singt, Den Griechen die Frau von Delphi den Spruch, Den kündend Apollon ihr vorsang.»
Euripides, Ion 91–93 (Übersetzung: J. J. Donner)

Die Pythia sitzt im Apollon-Tempel auf einem Dreifuss. In der einen Hand hält sie eine Schale, in der anderen einen Lorbeerzweig. Vor ihr wartet ein bärtiger Mann auf seinen Orakelspruch.

Die Namensbeschriften verlegen die Szene in den Mythos: die Titanin Themis (nach einer Mythenversion die Nachfolgerin ihrer Mutter Gaia und Vorgängerin Apollons) orakelt dem sagenhaften König von Athen, Ägeus, der die Pythia wegen seines Kinderwunsches befragte.

Trinkschale (Kylix) aus Athen, Ton, um 440 v. Chr., Berlin, Staatliche Museen, Antikensammlung, Inv. F 2538

Bild: Zde/Wikimedia Commons: Pythia, Berlin

Die Pythia verkündete auf einem mit einem Deckel verschlossenen Dreifussgefäss sitzend ihre Orakelsprüche. So wurde der Dreifuss zum Symbol für Apollons Weissagekunst.

Dreifuss aus Korinth (?), Bronze, um 750 v. Chr., Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Inv. BS 554

Die Pythia war die Prophetin des Apollon, durch sie sprach der Gott zu den Menschen. Ihr Name ist von der alten Bezeichnung Delphis, Pytho, abgeleitet. Sie wurde aus den Frauen von Delphi ausgewählt und hielt ihr Amt als «Stimme im Zentrum der Welt» ein Leben lang inne. Nur wenige Pythien sind heute noch historisch fassbar.

Der Ablauf des Orakels

Den genauen Ablauf des Orakels von Delphi kennen wir nicht. Zwar erwähnen viele antike Schriftquellen das Orakel, jedoch existiert keine zusammenhängende Beschreibung des Rituals. War für die antiken Autoren der Ablauf derart selbstverständlich, dass sie es nicht für nötig hielten, ihn zu beschreiben?  Oder empfanden sie Scheu, über göttliche Geheimnisse zu berichten? Wir wissen es nicht. Eine vage Rekonstruktion des delphischen Orakelrituals ist dennoch möglich.

Vor dem Orakel nahm die Pythia ein rituelles Bad in der heiligen Kastalia-Quelle, während Priester anhand einer Opferziege ermittelten, ob Apollon für eine Kommunikation bereit ist. Standen die Zeichen gut, begab sich die Pythia in den Tempel. Im heiligsten Bereich, dem Adyton, setzte sie sich auf ein Dreifussgefäss, trank inspirierendes Wasser und kaute Lorbeerblätter. Dann verfiel sie in eine prophetische Trance (griechisch mania) und wurde von Apollon erfüllt. Der Gott sprach durch sie, während die Priester den Orakelspruch niederschrieben, den sie von sich gab.

Auch die Orakelsuchenden mussten sich zunächst an der Quelle rituell waschen. Dann reihten sie sich in die Schlange vor dem Tempel ein, erfüllten Opferrituale, zahlten eine Orakelgebühr und warteten, bis sie das Adyton betreten und der Pythia ihre Fragen stellen durften.

Durch welche Mittel sich die Pythia in ihren Trancezustand versetzte, ist das umstrittenste Rätsel von Delphi. Schriftquellen berichten von einer mysteriösen Erdausdünstung, einem süsslich duftenden Pneuma, das prophetische Kraft besessen haben soll. Gab es wirklich Dämpfe, die unter dem Tempel der Erde entwichen? Oder handelte es sich um einen übernatürlichen «Orakelatem»? Hat die Pythia bewusstseinsverändernde Drogen genommen oder spirituelle Praktiken angewendet, um sich selbst in Trance zu versetzten?

Weder die antike Quellenlage noch die moderne Forschung sowohl geologischer wie auch archäologischer Natur können darauf eine abschliessende Antwort geben.